Arbeitsweise

Gestaltung/Design:

Ich war Anfang der siebziger Jahre ein Bub, und begeistert von Autos und Motorrädern. Tempo, Freiheit und Mobilität hat man in dieser Zeit mit Motorfahrzeugen assoziiert. Heute gibt es andere Bezüge.

Damals konnte man sich jedenfalls mit einem Motorrad aus dem faden Alltag in eine andere, aufregende Welt hineinbeschleunigen. Motorisiert sein war positiv. Ich denke, diese Botschaft schimmert stark im Design von Autos und Maschinen dieser Zeit durch. Die Fahrzeuge dieser Zeit haben ein freundliches, aber auch dynamisches Gepräge.

Der Kampfhornissenblick heutiger Maschinen war damals noch nicht notwendig. Die Linien sind elegant gezogen.

Mein Anspruch ist es, diesen Stil unverkrampft auf modernere Maschinen zu übertragen. Überzeugender als Worte sind letztendlich die Bilder der Umbauten.

Aufarbeitung/Neuteile:

Wo es geht versuche ich die vorhandenen Teile aufzuarbeiten. Das kostet viel Zeit, aber die ist es mir wert. Neu gestaltet werden zumeist Rahmen, Sattel und/oder Tank. Manchmal verbaue ich auch eine neue Verkleidung.

Das „jüngste“ Motorrad, an dem ich gearbeitet habe, war ein Baujahr 1994. Wenn eine Maschine zwanzig oder mehr Jahre auf dem Tank hat, ist sie irgendwann einmal vollständig vernachlässigt worden. Der Motor dreht oder läuft zwar noch, pfeift aber aus dem letzten Loch. Eine Überholung des Motors ist dann meist unumgänglich. Das klingt dramatisch, bleibt aber meist in einem überschaubarem Rahmen was die Materialkosten betrifft.

Zu einer Aufarbeitung dazu gehört das Ersetzen von Simmeringen, Dichtungen, Bremsbelägen und andern Verschleißteilen.

Typisierung:

Alle von mir umgebauten Motorräder sind typisiert und für den Straßenverkehr zugelassen.